Gute Basis für die Zukunft

Den geehrten Feuerwehrleuten der Stadt Heinsberg gratulierten der stellvertretende Kreisbrandmeister Claus Vaehsen (oben, rechts), die stellvertretenden Leiter der Feuerwehr, Hans-Leo Schreinemachers und Markus Meyers (unten, von links), aus der Stadtverwaltung Sebastian Jäger, Alexander Reiners und Jakob Gerards (oben, von links) sowie Ortsvorsteher Heinz-Willi Marx (oben, 4.v.l.). Foto: Anna Petra Thomas

 

Rückblick, Ausblick und Ehrungen prägten auch dieses Mal die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Heinsberg. In Vertretung für den erkrankten Leiter der Feuerwehr, Ralf Wählen, begrüßten seine Stellvertreter Hans-Leo Schreinemachers und Markus Meyers die Mitglieder der Löschgruppen, die in die Mehrzweckhalle nach Unterbruch gekommen waren.

Erster Beigeordneter Jakob Gerards vertrat den ebenfalls erkrankten Bürgermeister Wolfgang Dieder und stellte Sebastian Jäger als den neuen, für das Feuerwehrwesen zuständigen Dezernenten vor. Die Freiwillige Feuerwehr habe derzeit eine Stärke von 701 Personen, davon 140 in der Ehrenabteilung, führte er aus. 520 Einsätze seien im vergangenen Berichtsjahr erfolgreich abgewickelt worden, 15 Menschen aus Notlagen gerettet worden. „Sie waren immer da, wenn Ihr Einsatz erforderlich war!“, lobte er die Feuerwehrleute.

Sein Gruß ging aber auch an die starke Jugendwehr mit derzeit 132 Nachwuchskräften. „Wir brauchen Euch. Ohne Euch hat die Feuerwehr keine Zukunft“, sagte er ihnen.

Im vergangenen Jahr seien Haushaltsmittel in Höhe von 2,8 Millionen Euro für den Feuerschutz bereitgestellt worden, so Gerards weiter, davon 1,4 Millionen Euro für die Anschaffung von Fahrzeugen, Geräten und Ausrüstung sowie für die Investition in Gebäude. Aktuell sei die Verwaltung mit der Aufstellung eines neuen Brandschutzbedarfsplanes betraut. Darin würden auch für die Zukunft die Grundsteine für weitere Investitionen gelegt.

Nach dem neuen Unterbrucher Ortsvorsteher Heinz-Willi Marx sprach der stellvertretende Kreisbrandmeister Claus Vaehsen ein Grußwort. Er dankte den Feuerwehrleuten vor allem für die zahlreichen Einsätze aufgrund der langanhaltenden Trockenheit im vergangenen Sommer. Nicht unerwähnt ließ er die Auslieferung eines neuen Löschfahrzeugs für den Katastrophenschutz, das jetzt bei der Löscheinheit Aphoven-Laffeld-Scheifendahl seinen Standort hat. Es könne überörtlich angefordert werden, sei aber auch ein „echter Zugewinn“ für den kommunalen Brandschutz.

Schreinemacher ging in seiner Rede noch einmal detailliert auf die Ergebnisse des Vorjahres ein. Im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Einsatzleitsystems Cobra 4 appellierte er an alle Anwesenden, die Herausforderungen der Zukunft „mit offenen Gesprächen und kameradschaftlichem Miteinander“ gemeinsam anzunehmen.

Geehrt wurden während der Versammlung mit dem Ehrenzeichen des Landes NRW in Silber für 25 Jahre Zugehörigkeit Stefan Goertz, Ingo Krings, Rene Mertens, Stefan Rongen und Christoph Scheuvens aus Waldenrath, mit dem Ehrenzeichen des Landes NRW in Gold für 35 Jahre Ingo Consten aus Kirchhoven, Heinrich Josef Herfs und Jakob Nolten aus Straeten sowie Paul Hilgers aus Aphoven-Laffeld-Scheifendahl.

Vom Verband der Feuerwehren NRW für zehn Jahre geehrt wurden Philipp Hanrath aus Uetterath und Timo Schmitz aus Heinsberg, für 40 Jahre Frank Bohnen und Wilfried Oidtmann aus Heinsberg, Leonard Wagels aus Straeten sowie Stefan Hermanns und Johannes Pelzer aus Porselen.

Befördert wurden im Rahmen der Versammlung Dieter Kropeit und René Wählen zu Oberbrandmeistern, André Domsel zum Hauptbrandmeister und Dennis Sawkins zum Brandoberinspektor. Neue Einheitsleiter sind in Schafhausen-Schleiden Hans-Jakob Derichs, in Uetterath Alfred Vehres und in Kempen Sebastian Zierke. Zug 4 (Aphoven-Laffeld-Scheifendahl, Straeten und Waldenrath) leitet jetzt Udo Sturmann, sein Stellvertreter ist René Sturmann.

Quelle: aachener-zeitung.de

 

Kameradschaftsabend – Oder wie Kameraden ihren Einheitsleiter verabschieden

Anfang März stand der diesjährige Kameradschaftsabend der Löscheinheit Porselen an. Und dieses Mal stand nicht nur die Kameradschaftspflege im Vordergrund, denn es galt den Einheitsleiter Helmut Jentgens nach stolzer 30-jähriger Dienstzeit aus dieser Verantwortung zu entlassen.
Im gleichen Zuge wurde Andreas Rothe zum neuen Einheitsleiter und Frank Bordewin zum neuen stellvertretenden Einheitsleiter bestellt.


Natürlich gab es aus diesem Grunde die ein oder andere Dankesrede. Die überschaubare Galerie der Einheitsleiter wurde durch ein weiteres (und das war immerhin erst das 4. innerhalb von 85 Jahren) Einheitsleiterfoto erweitert.

Nachdem sich alle ausgiebig am reichhaltigen Buffet gestärkt hatten, folgte der Angriff auf die Lachmuskeln. „Löschmeister Josef Jackels“ höchstpersönlich überraschte die Kameraden mit seinem Besuch. Durch viele witzige und überzeugende Berichte aus seiner Tätigkeit bei der „Freiwillijen Feuerwähr Schluppendorf“ trieb er so manch einem die Lachtränen in die Augen.
Er wußte doch einiges aus der Dienstzeit und dem Leben des gerade frisch aus dem Amt entlassenen Einheitsleiters Helmut Jentgens zum Besten zu geben.
Den Höhepunkt fand sein Auftritt, als er aus den Reihen der Kameraden spontan den „Pastor nebst Haushälterin“ und den „Kreisbrandmeister“ zu Wort kommen ließ. Spätestens hierbei blieb kein Auge trocken.

Nur kurze Zeit später trat das Porselener Männerballett „die Lückenbüßer“ auf, bei denen Helmut Jentgens Gründungsmitglied war und lange Jahre ebenfalls aktiv auf der Bühne stand. Auch wenn einige gestandene Tänzer fehlten, der Tanz überzeugte und begeisterte die Kameraden und Gäste. Glücklicherweise bot das Pfarrzentrum genug Deckenhöhe, so daß auch die ein oder andere Menschenpyramide gezeigt wurde.

Anschließend wurde noch bis in spät in die Nacht hinein gefeiert, getrunken und der Durst gelöscht. So wurde es ein rundum unterhaltsamer Abend mit einer gelungenen Amtsübergabe.

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Fotos: Walter Koj, Wilfried Wolff

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